July 12th, 2008
Und da wären wir also angelangt - in unserem neuen Zuhause. Es befindet sich im Bötzowviertel, einem beliebten und schönen Teil vom Prenzlauer Berg. Hier findet sich die für den Prenzlberg übliche Mixtur aus kleinen Lädchen, Kunst, Restaurants und Cafes wobei letztere eine Dichte erreichen, die ich woanders in Berlin selten gesehen habe. Alle paar Meter ein Coffeeshop, ein Sandwichladen oder, auch sehr beliebt hier - ein Bio-Eiscafe.
Während andere Gegenden im Prenzlauer Berg häufig schon touristisch überlaufen sind, geht es hier eigentlich noch recht angenehm zu. Und auch hier ist man nur ein paar Meter vom östlichen Zentrums Berlin entfernt - zum Alexanderplatz sind es ca. 20 - 30 min. zu Fuß. Zudem gibt’s praktisch vor der Haustür auch eine gehörige Portion Grünes. Der Volkspark Friedrichshain, Berlin’s zweitgrößter Park, befindet sich in der Nähe.
Was den Prenzlberg auszeichnet, beschreibt ein Teil des englischen Wikipedia-Eintrages übrigens wunderbar. Man begebe sich hierhin und lese “Prenzlauer Berg today”. Besser und treffender könnte ich es auch nicht formulieren.
Bleibt das ganze übliche Prozedere zu erwähnen, was so ein Umzug mit sich bringt. Kartons stehen zu Hauf in der Gegend rum, Tische wollen zugeordnet werden und einiges an Gerümpel befindet sich noch in der alten Wohnung . Da wir uns für eine Wohnung entschieden haben, in der es keine Einbauküche gibt und da der Herd, der uns zumindest gestellt wird, lange noch nicht da war, konnten wir uns übrigens schon recht gut über die kulinarische Vielfalt dieses Stadtteils informieren.
Alles in Allem bin ich ziemlich froh, nun endlich wesentlich näher am Zentrum in einem Stadtteil zu wohnen, der von seiner Infrastruktur her extrem gut ausgestattet ist.
Tags: Bötzowviertel, Berlin, Prenzlauer-Berg, Umzug
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May 23rd, 2008
Ok, also, lass uns mal sehen: Es gibt doch eigentlich mehrere deutsche DJ’s mit Tranceproduktionen. Da wären zum Beispiel Alex M.O.R.P.H., Mirco de Govia, Steven Liquid oder auch Paul van Dyk, dessen Produktionen sich zumindest zum Teil “trancig” anhören. Kann es aber sein, dass Trance in den Berliner Clubs absolut nicht vertreten ist?
Zugegebenermassen kenne ich mich hier in der Szene kaum aus. In der Zeit vor dem Nichtraucherschutzgesetz, dass mich hoffen lässt, dass mittlerweile zumindest einige Clubs qualmfrei sind, habe ich die Szene hier nicht kennengelernt. Aber gäbe es Läden, in denen Produktionen von Labels wie Enhanced oder Anjunabeats laufen, hätte ich wahrscheinlich schon was davon gehört. Ich glaube, man spielt hier ausschließlich diesen monotonen Techno mit Scheppergeräuschen, Electro, House und RMB.
Aber Trance? Tips?
Danke.
Tags: Berlin, Clubs, Szene, trance
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May 21st, 2008
Sollte man den kühnen Theorien unserer PDS-Senatorin für Gesundheit Glauben schenken, könnten wir eigentlich immer mehr Vernunft unter den Kneipen und Restaurants sowie deren Gästen erwarten, je länger das Nichtraucherschutz-Gesetz gilt. Das Gegenteil ist aber der Fall, immer mehr Läden, die vorher rauchfrei waren, werden nun wieder aufs intensivste bequalmt. Und dies gilt nicht nur für die Kneipen, die gegen das NRSG schon früh wieder verstoßen haben - wenn sie es denn überhaupt von Anfang befolgt haben. Kürzlich betrat ich sogar ein hochpreisiges österreichisches Restaurant, dass einen nicht getrennten großen Raucherbereich besaß. Bisher das einzige dieser Art, dass ich fand. Aber der Trend geht wohl zurück in diese Richtung.
Tags: Berlin, Nichtraucher, Nichtraucherschutzgesets, NRSG, Restaurants
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May 16th, 2008
Vor kurzem haben wir beschlossen auszuziehen. Wir zahlen zu viel für eine zu große Wohnung und sind ziemlich weit vom Berliner Zentrum entfernt, freizeitliche und auch berufliche Aktivititäten beschränken sich hauptsächlich auf die Gebiete in Mitte und im Prenzlauer Berg. Dort wollen anscheinend auch viele andere gerne hinziehen, so erfahren wir gleich bei unseren ersten Wohnungsbesichtigungen. Diese unterscheiden sich generell in zwei Kategorien: Die bei denen man exklusiv von einer Mitarbeiter(in) der Immobilienfirma einen Termin bekommt - das meistens bei Wohnungen, die nicht so beliebt sind, oder die, bei denen es um äußerst begehrte Objekte gibt und bei denen jedes Mal eine große Gruppe von Interessenten auftaucht.
Da wir uns vor allem für Wohnungen im Prenzlauer Berg interessieren und diese Gegend absolut angesagt ist, nehmen wir in erster Linie an Besichtigungen der letztaufgeführten Art teil. Viele Leute, die man schon am Tag vorher gesehen hat, tauchen bei der nächsten Besichtigung auch wieder auf - man kennt sich praktisch. Und die Makler selbst führen mehr oder minder gut gelaunt durch die teilweise noch bewohnten Apartments - ist im Prinzip egal, wie sie sich geben, die Wohnungen werden ihnen sowieso im Nu abgenommen. Einige Bewerber versuchen, mit vielen Fragen und mitgebrachten Aktenordnern Korrektheit und großes Interesse zu signalisieren. Ich frage mich, ob sie nachher auch wirklich versuchen, das jeweilige Apartment zu bekommen oder ob das ihr Standardrepertoire ist.
Klar ist, wer bei den begehrten Wohnungen Chancen haben möchte, sollte besser gleich alle Unterlagen für den Versand fertig haben. Verlangt wird häufig ein wahrer Dokumentenwust - und das wohlgemerkt noch nicht für den konkreten Mietvertrag sondern schon allein für das Bewerberschreiben. Wer das alles nicht abgeben möchte, nunja, dessen Chancen stehen wohl schlecht.
Und so geht es von Termin zu Termin und ich komme so langsam nicht nur mit denen und den damit verbundenen Gegenden durcheinander sondern kann mich manchmal gar nicht mehr genau erinnern, wie denn die eine oder andere Wohnung überhaupt genau ausgesehen hat, welchen Fehler diese eine da hatte und sollte man nicht für jene dort auch sein Glück versuchen? Der Ausgang ist jedenfalls offen und ich frage mich, wieviele Wohnungsbesichtigungen es wohl noch braucht, bis wir unser neues Zuhause gefunden haben.
Tags: Berlin, Besichtigungen, Miete, Wohnungen
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March 13th, 2008
Wenn mich letztes Jahr etwas politisch besonders überrascht hat dann die Tatsache, dass die noch konservativere Schwesterpartei der CDU, die CSU, in Bayern das bisher weitesgehenste und beste Nichtraucherschutzgesetz beschlossen hat. Was war da los? Seit wann kümmerte man sich in dieser Partei so konsequent um den Gesundheits/Verbraucherschutz? Hatte der sonst so hervorragend funktionierende Tabaklobbyismus gerade bei der CSU versagt?
Wir brauchen uns aber nicht mehr um das Bild, was die Konservativen da abgegeben haben zu sorgen, sie sind immer noch die alten. Denn schon haben sie das NRSG in Bayern wieder gelockert, sprechen gar schon von spanischen Verhältnissen, sprich demnächst darf wohl wieder in vielen bayrischen Kneipen gequalmt werden. Ganz abgesehen davon, dass auch jetzt schon viele “Raucherclubs” existieren.
Also, man braucht sich nicht mehr zu wundern. Der Tabakverband wird die CSU wieder äußerst symphatisch finden.
Tags: Bayern, Kneipen, Nichtraucherschutz, Restaurants
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March 11th, 2008
Ursprünglich aus der Provinzstadt Münster kommend, habe ich gelernt, dass man dort stolz von sich behauptet, Fahrradhauptstadt Deutschland’s zu sein. Und da scheint auch was dran zu sein, denn Fahrräder sieht man dort überall, ob in den schmalsten Straßen, in Fußgängerzonen, wie auch auf Gehwegen. Außerdem kann man trotz Fahrradparkhaus (!) gleich eine riesige Anzahl von ihnen, Marke verrostet, rund um den Hauptbahnhof herumstehen sehen.
Momentan geht der Titel Fahrradhauptstadt aber eher an Berlin. Der Streik im öffentlichen Nahverkehr in Berlin hat den Effekt, dass man praktisch zu jeder Tageszeit, bei jeder Temperatur und an allen Orten Gruppierungen von FahrradfahrerInnen findet, von denen wahrscheinlich die meisten ihr Gefährt schon seit Ewigkeiten nicht mehr gefahren haben.
Tags: Berlin, BVG, Fahrrad, Münster, Streik
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March 2nd, 2008
Certainly one of the outstanding new trance tracks of the recent past has been Redstar’s “Rush”. A melody that everybody can whistle to comes in various good quality remixes and I found it hard to decide, which one to pick. The remix of Karl G is it for me since it builds up very slowly while spheric, almost romantic sounds happening in the back. It all leads to a fantastic break after which the main melody kicks in. I highly recommend this to everybody who is into trance or in particular into uplifting trance.
Tags: Karl-G, Redstar, remix, Rush, track, trance, uplifting
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February 27th, 2008
Metropolen haben es so an sich, dass es ein schieres Überangebot an Freizeit/Ausgehmöglichkeiten gibt. Insofern galt das auch schon vor dem Nichtraucherschutzgesetz (NRSG) für Berlin. Aber nicht für mich persönlich, jemanden, der sich nicht in verqualmte Buden setzen wollte. Das Ganze hat sich seit Jahresbeginn nun radikal geändert. Während mich die Kneipen nicht recht interessieren - selbst wenn sie rauchfrei wären, könnte man in ihnen wohl nur nach einer Renovierung ohne Gemuffel sitzen - ist mittlerweile fast jedes Restaurant rauchfrei. Dies hat zum einen den Effekt, dass man die Qual der Wahl hat. Als ein Novize in der schönen, bunten Restaurantwelt von Berlin ergibt sich für mich zum anderen das Problem, dass ich bisher noch wenig Ahnung hatte, wo es denn was besonders lecker zu essen gibt. Bleiben Empfehlungen anderer oder Spontanbesuche auf den Touren durch die Stadt, bei denen ich bisher eigentlich noch nie enttäuscht worden bin.
Was signifikant ist, ist der Effekt auf die Geldbörse. Ich habe wohl nie so viel Geld fürs Außer-Haus-Essen ausgegeben wie nun, nachdem das NRSG gilt. Aber ich glaube, dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass das Essen-Gehen nun noch etwas Neues ist und dass man vor allem in der Anfangsphase viel ausprobiert.
Tags: Berlin, essen gehen, Rauchfrei, Restaurants
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February 27th, 2008
Mit Scham blicke ich in meinem Blog auf das leere Kalenderblatt dieses Monats und gebe zu: Ich war schreibfaul. Dies obwohl es eigentlich einiges zu sagen gibt, denn es gab genug Events über die zu berichten war.
Da war zum einen die Berlinale. Auch dieses Mal ging es mir mehr um die Filme, die man sonst hier in Deutschland eh kaum im Kino zu sehen bekommt. Zum einen “Invisible City”, eine gelungene Dokumentation über Kreative in Singapur an deren Anschluß die Regisseurin ausführlichst - trotzdem dies die letzte Vorführung war - auf Fragen einging, “Geneneet al asmak”, ein ägyptischer Film über die Beziehung oder eher “Nicht-Beziehung” zwischen einer Radio-Moderatorin und einem Anästhesisten sowie der koreanische Wettbewerbs-Beitrag “Bam gua Nat“.
Da nun alle Kino-Foyers rauchfrei sind, gönnte ich mir den teureren Besuch der ersten Aufführung im Berlinale-Palast. Alles im Allen eher raugeschmissenes Geld, was man besser in einer Wiederholung hätte investieren können. Denn zum einem war das Foyer zwar rauchfrei, aber während des Films pumpte die Klimaanlage fleißig Qualm von draußen rein. Zum anderen saß ich weit entfernt von der Leinwand.
Der Film selbst war, trotz gewisser Längen, ganz nett - ein koreanischer Maler flieht nach Paris, dort gibt’s dann ziemlich viel Beziehungskram und hübsche Pariser Ansichten. Aber im Unterschied zu den Wiederholungen standen die Schauspieler sowie der Regisseur im Anschluß an den Film verloren auf der Bühne und wussten nicht so recht was sie dort sollten, da der Conferencier in mehreren Metern Abstand von ihnen nur schweigend da stand - keine Fragen, kein Interview. Ob man sich aufgrund der Anwesenheit der Jurymitglieder keine kritischen Fragen erlauben mochte?
Das in die Berlinale investierte Geld steht aber in keiner Relation zu einem anderen Posten bei meinen Ausgaben. Denn da geht es um Restaurantbesuche. Aber mehr dazu in einem anderem Posting.
Tags: Bam gua nat, Berlin, Berlinale, Berlinale-Palast, Geneneet al asmak, Invisible City, Rauchfrei
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January 31st, 2008
Seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes ist es ja nun schon eine Weile her und ich habe meine Meinung ein bisschen geändert. War ich vorher klar dafür, dass absolut jede gastronomische Einrichtung rauchfrei sein sollte, sehe ich das nun ein bisschen anders. Denn der absolut größte Teil aller Restaurants, Cafes und auch Bars ist rauchfrei. Diejenigen Läden, in denen immer noch gequalmt wird sind zum großen Teil Orte, in die ich sowieso nicht reinginge aus dem simplen Grund weil sie a) für mich nichts anbieten und b), das ist für mich noch wichtiger, selbst wenn sie rauchfrei wären noch so ausdünsten, dass man jedem gesundheitsbewussten Nichtraucher wohl nur abraten kann, dort hineinzugehen. In all der Zeit, in der in so mancher Kneipe aufs Intensivste gequalmt worden ist, hat sich das Zigarettenrauch in das gesamte Inventar ein solchen Ladens festgesetzt, sodass man eigentlich den ganzen Raum mitsamt der Wände und Möbel renovieren müsste ohne nicht weiterhin mit Zigarettenqualm konfrontiert zu werden. Ich war nun schon in einigen Cafés und Restaurants und dort wo ich war, ist wohl beileibe nicht so viel gequalmt worden, wie in Bars und Kneipen, aber selbst dort merkt man häufig noch deutlich die Überbleibsel aus der Qualmzeit. Es wäre sicherlich mal interessant zu wissen, ob es Untersuchungen gibt, die Konzentrantionen von Schadstoffen in solchen Kneipen, in denen nicht mehr geraucht wird, gemessen haben.
Aus dem Grund lasst sie an diesen Orten ruhig weiter rauchen, mir solls egal sein. Wesentlich wichtiger wird sein, dass, wenn es wieder wärmer wird, durch das Spalier von Rauchern an den offenen Türen der Restaurants nicht der gesamte Qualm hinein gelangt. Aber ich lass mich gerne positiv überraschen.
Tags: Berlin, Kneipen, Nichtraucher, Nichtraucherschutzgesetz, Raucher, Restaurants
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